30 Jahre Entbürokratisierung
Aktuelles Buchprojekt der GFE
Die Gesellschaft für Effizienz in Staat und Verwaltung e.V. (GFE) unterstützt und initiiert seit den frühen 80er Jahren Bestrebungen und Maßnahmen zur Entbürokratisierung in Wissenschaft und Praxis. Die Aktivitäten richten sich insbesondere auf die Eindämmung der Normenflut, auf die Verwaltungsvereinfachung, auf die Entstaatlichung bzw. Privatisierung und auf eine größere Ausgewogenheit des Rechtsstaatsprinzips. Dadurch sollen die Freiräume für ein flexibles und eigenverantwortliches Handeln teils bewahrt, teils wieder erweitert werden, und zwar sowohl im privaten Bereich als auch in der Wirtschaft und in den öffentlichen Verwaltungen. Zur Entlastung aller Bürger sollen unnötiger Kosten- und Zeitaufwand verringert werden.
Die Erfüllung der Aufgaben der GFE geschieht durch Aktivitäten in den verschiedensten wissenschaftlichen Bereichen sowie auf unterschiedlichen Politikfeldern. Die GFE gibt beispielsweise empirische Berichte heraus bzw. erfasst Maßnahmen zur Entbürokratisierung, Deregulierung, Rechtsbereinigung und Verwaltungsvereinfachung systematisch.
Im Jahr 1989 ist im Verlag C. H. Beck die vom Vorsitzenden der GFE, Herbert Helmrich, herausgegebene Dokumentation und Analyse „Entbürokratisierung“ erschienen. Im ersten Teil des Buches werden die Entbürokratisierungsbestrebungen der Bundesländer beschrieben und miteinander verglichen. Im zweiten Teil ist eine Anschlussdokumentation enthalten, die einen systematischen Überblick über die Entbürokratisierungsbestrebungen der Bundesländer bis 1988 vermittelt. Dieser Abschnitt des Buches basiert auf den Antworten der Bundesländer auf eine Umfrage zum Thema Entbürokratisierung. Dieses Werk soll eine Fortschreibung erfahren. Das neue Buchprojekt soll einen Überblick über die Bestrebungen der Bundesländer zur Effizienzsteigerung von 1990 bis heute geben. Als Basisarbeit dienen wieder die Antworten auf einen überarbeiteten und angepassten Fragebogen.
In Ergänzung zu den Fragebögen organisiert die GFE Veranstaltungen zum Thema „Verwaltungsreform in den Bundesländern“. Im Oktober 2004 fand ein Symposium zum Thema „Bürokratieabbau in den Stadtstaaten“ in Kooperation mit der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer (DHV) als Auftaktveranstaltung statt. Die Veranstaltungsreihe wird fortgesetzt und die Erkenntnisse aus dieser sollen in das geplante Buchprojekt einfließen.
Der vorliegende Fragebogen soll die im Sinne der obigen Zielsetzungen ergriffenen Maßnahmen bzw. Arbeitsergebnisse der Länder aufzeigen. Der Fragebogen ist an die Staatskanzleien gerichtet, wobei davon ausgegangen wird, dass er zum Teil zuständigkeitshalber z. B. an die Innenministerien bzw. an die Senatsverwaltungen für Inneres weitergeben wird. Wir bitten um Verständnis, wenn sich aus der Kurzbeantwortung dieser Fragen noch Nachfragen ergeben. Es wäre für die weitere Bearbeitung sehr hilfreich, wenn Sie uns mit Informationen oder Kontakten zu diesem Thema weiter helfen könnten.
